Bis es losgeht, noch draußen sitzen bleiben am Brisbane River in New Farm. Auf der anderen Seite des Flusses steht die schwarze Villa, die bei jedem Blick und jedem Besuch eine neue Geschichte bekommt. Gäbe es Vampire, würden sie darin hausen. So sind es sicher nur die Fledermäuse, die sonst bei Sonnenuntergang in Scharen über die Klippen im Kangaroo Point fliegen, Richtung Botanischen Garten. Eines Tages stand eine bunte Hüpfburg vor dem schwarzen Haus; und passte so gar nicht zu den restlichen Geschichten.

Das Geschichtenerzählen geht beim Betreten des Brisbane Powerhouse in Lieder über. Jeden zweiten Samstag findet Waxing Lyrical statt und präsentiert wunderbare Singer-Songwriters, meist direkt aus Brisbane. Regelmäßige Besucher auf der Bühne des ehemaligen Kraftwerkes waren Tara Simmons mit verträumter Stimme, CW Stoneking im weißen Anzug zu Trompetenklängen und erst gestern Jac Stone mit ihrem neuen Album.

Free Entry. Das Glas Wein von der Bar schmeckt gut, schlägt leichte Wellen im Takt. Der dritte Samstag im Monat ist dem Turbine Jazz gewidmet und den Samstag darauf treten die Studierenden der QUT bei Popalicious auf. Dann beginnt die Woche erneut: sie started mit Planet und präsentiert die Musikwelt außerhalb Brisbanes.

Neben all den Samstagen gibt es natürlich auch den Sonntag: ab 3.30 pm Live-Musik, ganz fein, ganz laut. Das Beste vom Indie Pop und Rock über Brisbane hinaus. Es klingt wirklich wunderbar, wie die Lieder Danshyttan und Something Else von Timothy Carroll.

Beim Hinaustreten aus dem Brisbane Powerhouse hat die ganze Stadt eine Melodie. Selbst die Hüpfburg vor der schwarzen Villa scheint dann Teil der CD zu sein. Vielleicht wurde sie gerade gar in einem Lied erwähnt.

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