Die Nachmittage werden langsam länger und fließen in beinahe der gleichen Temperatur in den Abend hinein. Singzikaden zirpen in den Bäumen, während wir auf dem Balkon sitzen und die Story Bridge von hier sehen können.

Singzikaden zirpten auch in „Summer Coda„, einem australischen Film von Regisseur Richard Gray, der auf einer Orangenfarm in Mildura spielt. Er handelt von der Suche der Amerikanerin Heidi nach ihrem Vater. Gleichzeitig entdeckt sie das Land Australien, das ihr Vater als neue Heimat wählte, als er die Familie verließ. Sie stolpert in Pubs, in die Hitze, und letztendlich beim Trampen in das Auto von Michael, der Orangenkisten auf der Ladefläche transportiert. Im Vordergrund spielt Heidi ihre Geige, im Hintergrund läuft ein fabelhafter Soundtrack.

Und während ich den Film anschaute, war ich überrascht, wieviel vertrautes Australische ich erkannte. Und wenn es nur die Geräusche der Nacht waren, oder die Tomato Sauce auf dem Küchentisch. Wenn es nur die Biergläser waren, oder die ein oder andere Redensart. Hier in Australien zu sein, und einen australischen Film anzuschauen, lässt tatsächlich alles noch einmal ein Stück vertrauter, gewohnter und heimischer werden.

Wunderschöner Film für eine Sommernacht. Oder einfach nur, um die australische Sonnensehnsucht zu stillen.

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