Als ich das erste Mal nach Australien ging, das war 2006, verfing ich mich ziemlich schnell in der Musik von Missy Higgins. In Broome gab mir ein australischer Freund von Sarah (meiner Teilzeit-Mitreisenden und ebenfalls Australiensehnsüchtigen) viel Musik. Unter anderem Missy Higgins. Ihre Lieder passten zu allem, sie war mein Soundtrack, wenn ich die weiten Straßen das erste Mal entlang fuhr, wenn ich mich nach zu Hause sehnte, wenn ich mehr erleben wollte. Ihre Musik war der Soundtrack, als ich Australien das erste Mal traf, das erste Mal alleine reiste, das erste Mal neun Monate lang nicht zu Hause war. Going North.

Mittlerweile war ich dreimal in Australien. Mein Soundtrack ist weiter geworden, doch angefangen hat meine Liebe zu australischer Musik mit Missy Higgins. Sie ist zurück, ich bin zurück. Ihr neues Album „The Ol‘ Razzle Dazzle“ erscheint heute, am 1. Juni. Es wirkt poppiger, ihre Stimme, die in mir alle Erinnerungen wach ruft, schlägt allerdings Wellen wie eh und je. Besonders bei „Everyone’s Waiting“, bei „Tricks“ und anderen. Wunderschön. In der Music-Section von The Australian Newspaper kann man bereits die Lieder ihres Albums anhören, bald gibt es die CD hoffentlich auch in Deutschland. Die langsamen Lieder sind die Perlen, die Sehnsüchte, das Wahre. Am schönsten singt sie doch mit der Melancholie.

Foto: Archiv Missy Higgins
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