We are both laughing. It is February 1975 and the publishing house we didn’t quite realize we were starting is four weeks old. (127)

Manchmal vergessen wir, wie weit entfernt Australien wirklich ist. Natürlich: es ist auf der anderen Seite der Welt. Aber auch: es ist voller Einwanderer, die regelmäßig ihre Generationen zum einstigen Heimatland zurückzählen. Wie entfernt die australische Literaturlandschaft erst ist!

Hilary McPhee hat das Buch geschrieben, das mich wieder in die australische Literaturlandschaft reingezogen hat. Bin ich in Australien, bekomme ich die ganze literarische Geschäftigkeit mit: Magazine, Festivals, Verlage, Lesungen. Ständig wirbelt Literatur herum. Doch auf dieser Seite der Welt geht die australische Literatur immer noch verloren. So war es schon immer: australische Literatur bleibt in Australien, die Literatur der restlichen Welt wird in Kreisen weitergereicht.

„Other people’s word“ erwischt die australische Litertaurlandschaft in ihren magischsten und anstrengensten Momenten, durch die Perspektive eines unabhängigen Verlages, der in den 60ern startete. Zu dieser Zeit wurde die erste Liste australischer Literatur von Penguin zusammengestellt, Hilary McPhee arbeitete ein paar Stunden die Woche beim Literaturmagazin Meanjin und eine Generation neuer Schriftsteller schrieb sich an die Oberfläche. Die meisten blieben im Land, nur wenige schafften es auf die andere Seite der Welt.

Doch McPhee nennt die Autoren, die sie und ein ganzes Land beeindruckten. Eine neue Leseliste auch für mich, mit bereits bekannten Namen wie David Malouf und Thea Astley. Sie startete den unabhängigen Verlag McPhee Gribble mit ihrer Freundin Diana Gribble in Melbourne, als die Zeit reif war:

There was a climate of optimism and activism, and a belief in books and the power of the printed word to change things. (130)

Sie verlegten die großartige Helen Garner, die einfach in das Büro kam und sich vorstellte. Auch Tim Winton tauchte bei ihnen im Alter von 20 Jahren auf. Sie versuchten, australische Literatur nach England und Amerika zu bringen, sie zu verbreiten und ihre Autoren zu fördern. Sie bewahrten Australien in Romanen, Biografien und Gedichten, und versuchten auch den Rest der Welt daran teilhaben zu lassen. Gerne hätte ich noch mehr über ihre Freundschaft gelesen.

Eine beeindruckende Geschichte über ein Verlagshaus und seine Mitarbeiter, die nicht nur Rücken an Rücken miteinander arbeiteten, sondern diskutierten, Kaffee tranken, die Literatur lebten, für ihre Autoren kämpften. Das richtige Buch für und über die australische Verlagswelt, wenn man mehr australische Autoren auf seine Leseliste packen möchte und eine Freundschafts- und Unternehmergeschichte aus erster Hand hören möchte. Lasst uns lesereisen gehen und Australien öfters hier rüber holen. It’s worth it.

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