Rennie Ellis: Lindy Hobbs, Surfing World, Lorne c.1968

Without my photography life would be boring. Photography adds an extra dimension to my life. Somehow it confirms my place in the world.
(Rennie Ellis)

In den 1970ern, als analoge Kameras nicht nur das Spielzeug der Hippster oder das Qualitätsstück aus Papas Schublade waren, als sie die Originale waren, hatte auch der Fotograf Rennie Ellis (1940 – 2003) ständig eine in der Hand. Damit fing er die Geschichte Australiens ein. Am liebsten am Strand wie Bondi Beach, in Kings Cross hinter jeglichen Kulissen, oder schlichtweg auf der Straße. Ist das Foto oben nicht herrlich? Ein perfekter Moment, der Surfer, das Mädchen, das Warten mit den Surfbrettern.

On the beach we chuck away our clothes, our status and our inhibitions and engage in rituals of sun-worship and baptism. It’s a retreat to our primal needs. (Rennie Ellis)

Das ist Street bzw. Beach Photography vom Feinsten. Rennie Ellis war immer in Bewegung. 1963, noch immer Student am Royal Melbourne Institute of Technology, zog er erstmals los in die Welt. Nach Europa, in die USA, Asien. Auf der Reise kaufte er seine erste Kamera, die Braun Paxette. Wieder zurück in Australien, beendete er die Uni und startete in der Werbebranche.

1971 war das Jahr der ersten Male: sein Sohn Joshua wurde geboren. Und Rennie Ellis hatte seine erste Ausstellung „Kings Cross“ im Melbourne and Yellow house in Sydney.

Wie die Zeit rennt – wenn man die Fotos heute anschaut, wirken sie ganz nostalgisch. So alt sind sie doch noch gar nicht. Doch sie motivieren mich, die Zeit jetzt noch genauer festzuhalten. Auch das ist eines Tages nostalgisch, auch das hält die Zeit fest. Ich stimme vollkommen überein mit dem oben genannten Zitat von ihm: wenn man mit der Kamera durch Straßen läuft, wird jede Straße aufregender. Auch ich sehe mehr, wenn ich meine Canon AE-1 in der Hand halte und mich umschaue: es ist nie langweilig. Farben, Formen, das Leben und die Stille ist überall.

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