Charles Meere: Australian beach pattern

Australische Kunst ist soeben in London zu Besuch! Angekommen bereits im September, weilt „Australia“ in der Royal Academy noch bis zum 8. Dezember 2013. War schon jemand da?

In Zusammenarbeit mit der National Gallery of Australia, werden zweihundert Werke gezeigt: Zeichnungen, Malereien, Fotografie und Multimediawerke. Von Künstlern wie Sydney Nolan, Arthur Boyd, Tracey Moffat, Charles Meere (Foto oben) und Simryan Gill (die Australien dieses Jahr auch bei der Biennale in Venedig vertrat). Das letzte Mal gab es eine Australienausstellung in London in den 1960ern. Es wurde Zeit für Neues!

Auch online gibt es eine kleine Ausstellung. Der Guardian hat eine Timeline der australischen Kunst zusammengestellt – eine bildreiche Einführung: http://www.theguardian.com/artanddesign/interactive/2013/sep/16/history-australian-art-interactive-timeline

Die Kritiken spalten sich, wie immer. Der Guardian fragt, ob es eine Ausstellung über australische Kunst oder Australien und seine stereotypischen Darstellungen ist. Wie es auch sei: es ist endlich eine australische Ausstellung auf europäischem Boden. Das ist grandios!

Interessant ist auch, dass sich Bilder der ersten Einsiedler in der Ausstellung finden. Damals malten sie meist nach englischen Vorstellungen australische Bäume und Pflanzen. Wie diese Mischung aus Vorstellung und Realität, aus England und Australien, aus Heimweh und Ankunft wohl jetzt aussieht? Zurück in England?

Man schaut wohl immer erst nach dem Vertrauten – seien es die typischen Bilder wie die rote, weite Erde oder Ned Kelly – bevor man sich auf Neues einlässt und Neues erkennen kann.

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