(c) ein satz stühle

11. Mai 2011

Australien ist nicht nur: rote Erde, Strand, gerade Straßen. Aber auch. In Literatur, Kunst, Musik und Filme mischen sich Zwischenzeilen und Atmosphären, die ein größeres Land beschreiben. Schreibwütig, kunstverrückt, musikalisch und filmreif. Australien kommt näher und zeigt sich in Schnipseln und Inspirationen hier.

Auf australian postcard.

Und ich: verliebt in ein Land. In Australien. Schon zu Schulzeiten sammelte ich Zeitungsschnipsel, die in die australische Richtung zeigten, bis ich 2006 das erste Mal selbst hinflog. Ich liebte es. Vorstellungslos. Es war ein Abenteuer, und ich hatte es nicht erwartet. Australien erwischte mich, wie ich verträumt durch das Land reiste, es hielt mich fest und beeindruckte mich auch beim Aufwachen. Ich verschwand in den Mehrbettzimmern der Hostels und in meinem kleinen Zelt und tauchte zwischen den Zeilen von A.B. Faceys „A fortunate life“ wieder auf. Vor mir die gerade Straße, hinter mir die rote Erde. Ich reiste und las weiter, und blätterte erstmals in der State Library of Victoria durch das Literaturmagazin Voiceworks. Das Thema der Ausgabe war distance.

Die Entfernung nach Hause – die Entfernungen in Australien – und doch eine Nähe zum Moment in Australien. Literatur und Kunst reflektierte es und verstand.

Ich begann Internationale Literaturen und Anglistik/Amerikanistik in Deutschland zu studieren, kehrte jedoch wieder zurück nach Australien für ein Auslandssemester (u.a. über 20th Century Australian Literature), ein Verlagspraktikum und die Sehnsucht nach diesem Kontinent. 14 Monate war Brisbane mein Zuhause. Ich vertiefte die Themen Distanz, Entfernung, Exil im Studium, startete das Literaturmagazin [Lautschrift] mit Jennifer Six, fotografierte mehr und mehr (cake+camera) und entwarf letztendlich das Konzept der Heimaträume in meiner Abschlussarbeit. Orte wie Deutschland oder Australien sind feste Punkte, Räume können nachgezogen werden. Und so möchte ich auch mit australian postcard einen australischen Raum bieten, der sich im entfernten Deutschland genießen lässt. Ich werde den Raum nicht wie in meiner Abschlussarbeit analysieren oder bewerten; ich werde den australischen Raum füllen mit kreativen Schnipseln über Literatur, Kunst, Musik und Film und ihn genießen; Schmuckstücke finden und an euch weiterreichen. Erzählt mir von euren Lieblingszitaten und Filmausschnitten. Und egal wo – zu Hause im verschneiten Deutschland, im Internetcafé, vor dem Bildschirm ganz weit weg – können wir die Atmosphäre von Australien durch Literatur und Kunst nachziehen.

Und dann landet australian postcard wie eine wirkliche Postkarte auf dem Bildschirm, bringt uns raus aus dem Alltag und hinein in das australische Leben. Wir schauen uns das Bild immer und immer wieder an, hängen es an die Pinnwand.

Denn Australien zaubert die schönsten Melodien, die einprägsamsten Zeilen, die beeindruckendsten Magazine und vieles mehr – alles scheint nur ein bisschen versteckt im entfernten Europa anzukommen. Es kommt leise an, doch es wird bleiben. Und wer bereits durch Australien reiste, wird in den Zeilen und Tönen auch die Hitze der roten Erde und das Rauschen der Wellen spüren. Und noch viel mehr.

Viel Spaß beim Stöbern, Sehnen und Zurückkommen!

Cindy

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Cindy Ruch

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