Archive für Beiträge mit Schlagwort: Australien

weiterreisen

Gestern bin ich wieder einmal aus Australien zurückgekehrt. Wie schön es wieder war – ich habe mich erneut in Brisbanes Queenslander-Häuser verliebt, viel Kaffee in Melbourne getrunken und konnte nicht genug von Bondis Wellen in Sydney kriegen. Oh Australien!

Nur habe ich diesmal keine australischen Postkarten hier geschrieben. Ich habe diese Seite – meinen kleinen australischen Raum – sehr gern, doch online bin ich weitergezogen. Zu cake+camera und Paper Sail.

Diesmal habe ich ein paar Briefe an Brisbane und Melbourne (und auch bald noch einen an Sydney) auf meinem Reisestückchen-Blog cake+camera geschrieben. Viele Fotos dazu gepostet. Und auch hier Literatur, Kunst, Musik und Filme gefunden. Bitte reist mit, steigt ein und kommt mit mir rüber zu cake+camera! Hier werden wir noch weiterreisen, in nächster Zeit verstärkt nach Sydney und dann – wer weiß, wohin! Ich bringe auf jeden Fall immer Stift, Papier und meine Kamera. Das Fernweh ist nie aufgebraucht. Und es geht nun viel weiter als Australien.

In Australien habe ich mich diesmal auch verstärkt auf die Buchladensuche gemacht für mein neues Projekt Paper Sail – a journy and a guide to bookshops around the world. Wollt ihr mit mir buchladenreisen gehen? Im Gepäck sind wunderbare Buchläden, stadtgebundene Literaturvorschläge, Buchhandelgeschichten und weitere Tips für schöne Plätze drumherum.

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australian postcard bleibt vorest online, um zu finden und zu erinnern und zu inspirieren. Denn Australien wird mir immer immer wichtig bleiben. Vielen Dank fürs Anklopfen und Vorbeischauen!

Bis hoffentlich bald in anderen Räumen und Orten! Das würde mich sehr freuen.

Cindy

 

 

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Japanese Story von der australischen Regisseurin Sue Brooks spielte 2003 bei den Cannes Film Festival. Der Film beleuchtet die Fremde, die Weite. Und kommt doch sehr nah.

Hiromitsu kommt von Japan nach Australien. Das Land ist ihm fremd: es ist so weit. Die rote Erde wirbelt um sein weißes Hemd. „It’s a bloody long way“, sagt Sandy, die australische Geologin, die keine Reiseführerin spielen möchte. Dennoch fährt sie ihn auf seine Anweisung hin weiter in die Wüste, wütend über seine Fremdheit, die als Arroganz und Unhöflichkeit bei ihr ankommt.

Die Weite schafft Nähe, zeigt die langen Straßen, zeigt doch Fingerspitzen, die über die Haut fahren. Mehr Lachen und blitzendere Blicke tauchen auf, fotografiert mit einer alten Kamera von Hiromitsu. Bis es nicht mehr weitergeht.

Der Film zeigt all die Perspektiven der Weite – in all ihrer Schönheit, in all ihrer Verzweiflung. Und lässt im Hintergrund die Musik der Fremde, das japanische Volkslied Chinsagu No Hana, wiederholt spielen.

Nicht lange müssen junge Schriftsteller in Australien suchen, um Schubladen für ihre Werke zu finden. Schubladen nicht im schließenden Sinne; Schubladen werden geöffnet, Magazine werden präsentiert. Und in ihnen die Kunst der Worte, jünger als 25 Jahre.

Nun ein neuer Anreiz, eine neue Motivation: Express Media ruft zum National Young Writers‘ Month auf. Dabei soll von jedem Teilnehmer ein schreibkräftiges Ziel gesetzt werden, sei es ein Roman oder ein Blog, sei es tägliches Journal schreiben oder das Wiederentdecken des Briefromans. Die Herausforderung wird angenommen, wenn man sich auf der Webseite registriert hat. Express Media hilft, die Ziele wirklich in Sprache fließen zu lassen und zu erreichen: mit Blog, Forum und vielzähligen Workshops.

Es klingt spannend, es juckt in den Fingerspitzen, Projekttraumblasen formen sich. Get writing! ruft die Postkarte. Nur leider bin ich gerade zu weit entfernt von Australien, zu weit weg von jeglichem Zeitüberschuss. Vielleicht verschieb ich den australischen Schreibherbst auf den Herbst hier. Und lasse mich derweile vom australischen Schreibmonat auf der Webseite von Express Media inspirieren.

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