Archive für Beiträge mit Schlagwort: Brisbane Writers Festival

Besonders Großstädte werden gerne mit Romanen asphaltiert. Neue Straßennamen entstehen im Verlauf des Schreibens und altbekannte Eigenschaften werden aufgefrischt. Großstädte können so herrlich bekannt sein, sobald sie einmal in Worte gepackt worden. Doch sie können auch neu geschrieben werden, bekommen neue Charaktereigenschaften und neugierige Leser, die das Haus des Protagonisten finden möchten. Wie viel Wahrheit der tatsächlichen Stadt fließt in die Romane ein? Ist sie nur ein anonymer Schauplatz oder folgt sie einer persönlichen Spur? Beim Brisbane Writers Festival sprachen drei Autoren über ihre Beziehung zu drei australischen Städten: Ashley Hay über Sydney, Nick Earls über Brisbane und Sophie Cunningham über Melbourne.

Ahsley Hays Roman „The Body in the Cloud“ handelt von dem Sturz eines Mannes von der Sydney Harbour Bridge. Dieser Sturz wird dreimal von drei verschiedenen Männern zu unterschiedlichen Zeiten beobachtet. Wichtig ist jedoch die Stabilität des Ortes, der sie alle vereint: die Harbour Bridge. Den Rest des Beitrags lesen »

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Literaturmagazine haben meist nur eine kurze Lebensdauer, einen kleinen Leserkreis und bringen eigentlich keinen Gewinn. Ehrlich und ökonomisch nicht sehr optimistisch waren die drei Herren, als sie sich beim Brisbane Writers Festival über die Zukunft und Vergangenheit der australischen Literaturmagazine unterhielten. Dabei sind sie selbst Verleger von Overland, Southerly und ABR und denken nicht im Entferntesten daran, aufzugeben. Sie finden die wahren Werte der Literaturmagazine in anderen Sparten – voller Literatur und Optimismus für das Neue.

Jeff Sparrow, der Editor des politisch-literarischen Magazins Overland, sieht vor allem die Ideenwolken der Künstler, die in den Seiten der Literaturmagazine und darüber hinaus schweben. Sie ermöglichen die ersten kleinen Schritte der Künstler, die Essays, Prosatexte und Gedichte veröffentlichen können und sich damit langsam einen Raum für das erste Buch schaffen. „They start people’s artictic careers“, sagt Jeff Sparrow voller Enthusiasmus. Den Rest des Beitrags lesen »

Ich husche von einer Veranstaltung des Brisbane Writers Festivals zur nächsten, höre Lesungen, Gespräche und Kommentare – und verfolge doch nur eine Frage: Wie schreiben Schriftsteller? Und suche damit eigentlich nur eine Schriftstellerseele, in der ich meine eigene kleine Schreibrolle wieder erkennen könnte – und ein bisschen Motivation und Inspiration finde. Heute gehört und gesehen: Ann Patchett und Gail Jones.

Ann Patchett ist lustig und erzählt im lockeren amerikanischen Stil eine Geschichte nach der anderen. Beinahe scheint sie die typische Chick-Flick-Autorin zu sein, die Eat Pray Love auf ihrer Leseliste hat (Hat sie). Ein wenig gegensätzlich, aber ziemlich beeindruckend fand ich ihre Schreibmethode, mit der beispielsweise ihr wunderbares Buch Bel Canto entstand. Es gewann 2002 den Orange Prize und handelt hauptsächlich von einer Kidnappung in Südamerika, doch die präzise Darstellung des Dolmetschers blieb mir am längsten im Gedächtnis. Den Rest des Beitrags lesen »

Let the pages take you there – so spricht das Poster, so ruft das Radio ABC, so lockt es in die State Library of Brisbane. Die Buchseiten brachten mich heute zum Start des Brisbane Writers Festival, um die Gesichter der Autoren von Büchern wie „The Promise of Iceland“, „Five Bells“ und „The Time we have taken“ zu sehen, und um sie über Themen wie Familiengeheimnissen, Immigration und Stadtportraits reden und lesen zu hören. Brisbane Writers Festival wird voller Seiten und Perspektiven und hoffentlich auch Neuentdeckungen sein – ich werde sie aufschnappen und hier niederschreiben.

11am, State Library, Brisbane.
Die erste Veranstaltung wurde vom brillant unterhaltenden Richard Fidler geführt, der für seine Show „Conversations with Richard Fidler“ auf ABC regelmäßig Interviews führt. Er hinterfragte die Geheimnisse der amerikanischen Autorin Anita Shreve, die über „The Pilot’s Wife und ihr neustes Buch „Rescue“ sprach, und des australischen Reiseautors Kari Gislason, der in seinem autobiografischen Buch „The Promise of Iceland“ über enthüllte Geheimnisse schreibt. Fidlers Fragen entlockten Antworten aus den fiktiven und wahren Welt der Autoren – und versuchten letztendlich eines aufzulösen: Wer besitzt Familiengeheimnisse?

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